Der Moorwolf
Informationen über ein seltenes Tier


Moorwolf
Moorwolf, Terra uligunosa lupus

Der Moorwolf (Terra uligunosa lupus) ist ein in den sibirischen Moorgebieten beheimatetes Tier. Er ist ein Abkömmling des aus der Familie der Hunde stammenden Wolfes (Canis lupus).
Anders als der in weiten Teilen Ost- und Mitteleuropa beheimateten Wolf, ist der Moorwolf kein Rudeltier, sondern geht einzeln, oder paarweise auf die Jagd.
Äusserlich unterscheidet er sich vom gemeinen Wolf durch seine deulich grösseren Füsse. Diese scheinen ihm evolutionär einen Vorteil in den meist sehr moorigen Gebieten der Taiga gegeben zu haben.
Er lebt in menschenlehren sehr unzugänglichen Gebieten. Er ist scheu, aber wenn man ihm zu nahe kommt meist sehr aggressiv.
Das ist der Grund, warum es kaum brauchbare Bilder vom Moorwolf gibt. 1998 hat der russische Forscher Boris Pallas über Wochen einen Moorwolf in Sibirien verfolgt und viele Fotos gemacht. Er hat über seine Beobachtungen aber nicht mehr berichten können, weil er vermutlich von diesem Tier getötet wurde. Seine Fotos und Aufzeichnungen hat man Monate später tatsächlich gefunden, durch Regen und Frost sind diese aber unbrauchbar geworden.

In letzter Zeit sind sehr vereinzelte Tiere auch in Ost- und Mitteleuropa gesichtet worden. So wurde mehrfach ein im holsteinischen Husberger Moor beheimatetes Tier, welches als "grosser wilder Hund mit riesigen Füssen" geschildert wurde, gesichtet. Den Beobachtern wurde erst geglaubt, nachdem ein ebenfalls aus Osteuropa zugewanderter gemeiner Wolf im Segeberger Forst in eine Fotofalle getappt ist (siehe Bild).

Da im Husberger Moor keine Fotofallen installiert werden können, hat sich ein Team des "Wolfsinformationszentrum Scheswig-Holstein" mit Sitz im Wildpark Eekholt mehrfach auf die Suche gemacht.
Meistens haben sie keinen Moorwolf zu Gesicht bekommen, ansonsten nur schemenhaft aus der Ferne.
Ein Wolfsexperte in Begleitung eines Journalisten des Holsteiner Courier teilte telefonisch mit, ein Tier, das auf die Beschreibung des Moorwolfes passt, aus direkter Nähe beobachten zu können. Später wurde ein Notruf abgesetzt und die Telefonverbindung brach ab. Am nächsten Vormittag konnten nur die mit Bißspuren übersähten Leichen der zwei Männer gefunden werden.
Seither hat es keine weiteren Expeditionen gegeben, da weder Menschenleben, noch das vom Aussterben bedrohte und geschützte Tier gefährdet werden sollen.


Eine der seltenen Aufnahmen eines lebenden Moorwolf


Verweise:

Wolfsmonitor Wolfsmonitor

Wolfsinformationszentrum Scheswig-Holstein

Wolfsschutz Deutschland Wolfsschutz Deutschland

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